Was für eine Feier, was für ein Familienfest!

Newsletter – 16. Mai 2022

An der 13. Ausgabe des GAIA-Musikfestivals waren
22 Musiker:innen aus
13 Nationen beteiligt, die
37 Werke aus
4 Jahrhunderten spielten, komponiert von
11 Komponisten und Familiendynastien, aufgeführt in
6 Konzertsälen.

Von Bach bis Schönberg, Mozart bis Smetana, Mendelssohn bis Sukova erklangen mehr als 15 Stunden Musik für unser Publikum. Entstanden ist sie wie immer in Thun, im Rahmen öffentlich zugänglicher Proben, die von morgens bis tief in die Nacht dauerten.

Wir danken unseren grosszügigen Sponsor:innen, Unterstützer:innen, Spender:innen. Unser Dank geht auch an die regionalen und nationalen Stiftungen und Institutionen, die Gwendolyn Masins Vision eines musikalischen Treffens ermöglichen und fördern. Vielen Dank an unser Team, unser Komitee und alle Freiwilligen, die mit Einsatz, Können und Grosszügigkeit unser Festival zum Erfolg geführt haben.

GAIA ist ein Ort der Freude, des Lachens und ganz gewiss eines unerschöpflichen Quells von Talenten, was sich auch in diesem Jahr wieder in den unvergesslichen Auftritten unserer Musiker, den Erzählungen unserer Hausfotografin (Sára Erzsébet Timár) und der Liebe zum Detail zeigte – vom Text unseres Programms über die Beschreibung unserer Konzerte bis hin zu den Blumenarrangements auf unseren Bühnen.

Die Kritiken in der Presse waren positiv und hoben besonders die Emotionalität des diesjährigen Programms hervor, das Komponistinnen und Komponisten in den Vordergrund stellte, die jahrzehnte- oder sogar jahrhundertelang im Schatten standen.
«Denn all den Schmerz, das Flehen, die Wut und die süssen Erinnerungen, die der Komponist in dieses Werk gelegt hat, vermochten die Musizierenden in ihr Spiel zu legen.» – Christina Burghagen, Thuner Tagblatt.
Unseren vollständigen Pressespiegel finden Sie hier.

Wir gehen gestärkt, hoffnungsvoll und ermutigt aus unserem Festival hervor, in der festen Überzeugung, dass Musik, Kunst, Kultur und der Austausch zwischen den Nationen Stationen einer kontinuierlichen Reise hin zu globalem Frieden und zu emotionalem und intellektuellem Wohlstand und Verständnis sind.

Wir sind bereits mitten in den Vorbereitungen für das Festival im nächsten Jahr, das vom 3. bis 7. Mai 2023 stattfinden wird. Heute danken wir Ihnen für Ihre Teilnahme und Ihren Applaus. Wir freuen uns darauf, Sie im nächsten Mai wieder begrüssen zu dürfen, wenn wir die Einflüsse der Volksmusik aus Europa erforschen.

Mit aufrichtigem Dank

herzlichst
Gwendolyn, mit Andreas, unseren Teammitgliedern, dem GAIA-Komitee und unseren Freiwilligen


Neues vom Festival

Newsletter – 5. Mai 2022

Neues vom Festival

Am frühen Montagmorgen bei strahlendem Sonnenschein gehe ich nach draussen. Die Strassen des Dorfes Oberhofen sind noch menschenleer. Mein Sohn läuft mit mir an meiner Hand. «Piep, piep!», ruft er und meint damit den Gesang eines Vogels, der hoch über unseren Köpfen in einem Baum sitzt. Blumen blühen, und mein Blick fällt auf den Niesen, den Hausberg, der über dem Thunersee thront und sein Spiegelbild auf das glitzernde Wasser wirft. Vor uns den Hügel hinunter: Schloss Oberhofen. Zu unserer Rechten: die Kirche von Hilterfingen.

Alles ist so wie immer in der ersten Maiwoche in Oberhofen. Bis wir in der Hütte um die Ecke einen Geiger beim Stimmen hören. Wir sind auf dem Weg zum Klösterli, um die erste offene Probe des GAIA-Musikfestivals zu besuchen. Beim Abstieg den Hügel hinunter höre ich, wie ein Duett von Mozart geprobt wird. Die Klänge der einander umtanzenden Geige und Bratsche vermitteln den Sinn für Humor des Komponisten.

Am Fusse des Hügels übt ein Cellist Tonleitern. Noch ein paar Schritte weiter, und wir betreten das Klösterli, wo uns die lieblichen Klänge von Bachs Brandenburgischem Konzert empfangen, während sieben Musikerinnen und Musiker im Kreis um ein Cembalo stehen, vertieft in die Musik und in Konzentration.

Es ist nicht nur ein Tag wie jeder andere in Thun. GAIA ist da und erklingt bis Sonntagabend in den Städten Thun, Bern und am Thunersee.

Seien Sie dabei, wenn wir zum ersten Mal seit 2019 in «unserem» Monat Mai auf der Bühne stehen und einige der bedeutendsten und bewegendsten Werke des klassischen Repertoires aufführen, von Schönbergs «Verklärter Nacht» bis zu Mozarts Liedern, von Dvořáks Streichquintett Nummer 2 bis zu Mendelssohns Klaviersextett. Sehen Sie sich unser Programm an und besuchen Sie unsere Abendkasse hier.

Mein Herz ist voller Freude und Dankbarkeit, dass wir endlich wieder zusammen sein können. Wir hoffen sehr, Sie diese Woche in der GAIA-«Familie» begrüssen zu können!

Herzlichst
Gwendolyn


Familienkreis

Newsletter – 28. April 2022

Familienkreis
Sonntag, 8. Mai, 18 Uhr

Dieses Konzert wurde zu Ehren eines Vaters, seiner Tochter und seines Schwiegersohns konzipiert.

Josef Suk, der weniger bekannte Komponist des Programms, war ein Schüler Dvořáks, der höchsten Respekt vor ihm hatte. Von seiner engen Beziehung zu seinem Schüler zeugt unter anderem die Heirat seiner Tochter Otilie mit Suk. Auch ein Werk von Otilie wird an diesem Abend aufgeführt. Ob sie noch weitere Werke geschrieben hat, ist nicht bekannt. Während Dvořák der meistgespielte Komponist Tschechiens ist, entwickelte sich Suk erst nach und nach zum bedeutenden Komponisten. Der Durchbruch zur eigenständigen Tonsprache Suks vollzog sich erst nach dem Trauma des Verlustes seines Schwiegervaters Dvořák und seiner Frau innerhalb eines einzigen Jahres. Ihnen widmete er daraufhin eine monumentale Sinfonie, die er «Asrael» nannte. Sein Klavierquartett schwelgt in mitreissend melodischen und für die böhmische Musiktradition typischen Harmonien.

Ich freue mich, meine langjährige Klavierpartnerin Vera Kooper sowie die Geschwister Kirill Troussov und Alexandra Troussova, den Cellisten Flurin Cuonz und die Bratschistin Anna Brugger bei GAIA begrüssen zu dürfen.

Wenn Sie einen aktuellen Artikel über die Mai-Ausgabe von GAIA lesen möchten, folgen Sie bitte hier dem Link zum Thuner Tagblatt/Berner Zeitung.

Wer vorhat, unser Konzert am Freitag, 6. Mai 2022 um 19:30 Uhr in der Kirche Scherzligen zu besuchen, sei darauf hingewiesen, dass das Konzert von Radio SRF 2 Kultur live mitgeschnitten wird.

Wir sehen uns sehr bald!

Herzlichst
Gwendolyn


Dreigestirn

Newsletter – 17. April 2022

Dreigestirn
Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr

Gibt es unter den Komponisten der klassischen Musik eine berühmtere Liebesgeschichte als die von Clara Wieck und Johannes Brahms?

Die Geschichte von Brahms, zwanzig Jahre jünger als Robert Schumann, ist eine voller Bewunderung, Erwartung, Inspiration, Verlust und Sehnsucht. Schumann sah in Brahms das herausragende Talent seiner Generation. Gemeinsam mit Schumanns Schüler Albert Dietrich schrieb Brahms die viersätzige Sonate «F-A-E» und widmete sie dem Geiger Joseph Joachim, dessen persönliches Motto «Frei aber einsam» lautete.

Schumanns Frau, Clara Wieck, war eine gefeierte und einflussreiche Pianistin, deren Karriere sich über mehr als sechzig Jahre erstreckte. Sie war eine Frau von bemerkenswerter Stärke und Integrität, die nicht nur acht Kinder grosszog, sondern auch die Hauptverdienerin im Hause Schumann war. Sie leistete Pionierarbeit für die Werke Schumanns und nahm sie auch nach seinem Tod in ihre Konzertprogramme auf. Bis heute ist nicht bekannt, ob die Liebe zwischen Brahms und Clara Wieck rein platonisch blieb.

Neben dem berühmten Trio steht ein ebenso berühmtes ungarisches Duo – Zoltán Kodály und Béla Bartók. Die beiden Männer haben viele Gemeinsamkeiten, denn beide gelten als führende Köpfe der Musikgeschichte.

Mein Vater, Ronald Masin, war ein Schüler von André Gertler am Brüsseler Konservatorium, jener Institution, an der zuvor Wieniawski und Ysaÿe unterrichtet hatten. Gertler wiederum war ein enger musikalischer Vertrauter von Bartók. Beim Konzert tritt mein Vater mit einigen seiner Schüler auf: der Geigerin Gina McGuinness und dem Bratschisten Martin Moriarty, die beide fast zwanzig Jahre bei meinen Eltern Unterricht hatten, und mir.

Bei dieser Gelegenheit laden wir Sie gerne auch zur spannenden und kostenlosen Einführung von Markus Fleck in das Konzert am Donnerstag in der Kirche Scherzligen ein. Er erzählt die Geschichte von Fanny und Felix Mendelssohn, die ebenso faszinierend wie zum Motto passend ist. Beginn ist um 18:45 Uhr in der Kirche Scherzligen, die Einführung dauert 30 Minuten.

Bis bald bei GAIA.

Herzlichst
Gwendolyn


Legenden

Newsletter – 6. April 2022

Legenden
Samstag, 7. Mai

Das mosaikartige Programm des heutigen Abends kreist um Komponisten, die zu Lebzeiten als grosse Renaissancemenschen galten: Enescu, Ysaÿe und Wieniawski. Alle drei waren gefeierte Geiger, Pädagogen und Komponisten und schrieben Bravourstücke, die für ihren Schwierigkeitsgrad berüchtigt sind.

Wieniawskis Bruder Józef war ebenso vielseitig wie Henryk und wurde als Klaviervirtuose gefeiert. Neben Liszt war er der Erste, der alle Etüden von Chopin öffentlich spielte. Anders als bei seinem Bruder Henryk ist Józefs Stern verblasst, und seine Werke werden weitaus seltener aufgeführt – zu Unrecht.

Vielleicht belastet durch den Schatten des Ruhms ihres Vaters Henryk, der sechs Wochen vor ihrer Geburt starb, verwendete Irina Regina Wieniawski bei der Veröffentlichung ihrer Werke männliche Pseudonyme. Meist nannte sie sich «Poldowski». Verglichen mit den Werken ihres Vaters und Onkels sind ihre experimenteller und forschender, moderner und mutiger.

Enescu, ein Schüler Ysaÿes, war ein Phänomen. Er wird von vielen als eines der bedeutendsten Talente des letzten Jahrhunderts angesehen. Obwohl er als Komponist sehr produktiv und nach Meinung vieler als Geiger genauso stark war wie als Pianist, hinterliess er nur vier Werke für Gesang. Eines davon sind die poetischen «Sept Chansons de Clement Marot».

Neben den Familienbanden sind die Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern der rote Faden des Abends. Wieniawski war Lehrer von Ysaÿe, der wiederum Lehrer von Enescu war. Ihre gegenseitigen Einflüsse sind aus der Sicht eines Geigers hochinteressant, aber vielleicht noch deutlicher, wenn man ihre Stücke in unmittelbarer Nähe zueinander platziert: einige der bekanntesten von Henryk und die weniger bekannten seiner Schüler. Im Falle des Werkes von Ysaÿe, das nie gedruckt wurde und nur als Autograph existiert, führen wir die Schweizer Erstaufführung auf.

Wir freuen uns, zum ersten Mal die langjährigen musikalischen Partner Rachel Harnisch und Jan-Philip Schultze sowie die Geigerin Jiska Lambrecht bei GAIA begrüssen zu dürfen.

Herzlichst
Gwendolyn


Hand in Hand

Newsletter – 28. März 2022

Hand in Hand
Freitag, 6. Mai

Familien reichen Dinge über Generationen Hand zu Hand weiter; Leopold Mozart förderte die musikalische Ausbildung seiner Kinder und opferte dafür seine eigene Karriere als Komponist. Leopold ist heute vor allem als grosser Pädagoge in Erinnerung, der eine wichtige Abhandlung über das Geigenspiel geschrieben hat.

Dazu sammelte er Klavier-Übungen in einem Notenbuch für seine Tochter, die den Spitznamen «Nannerl» trug. Er schrieb darin Musik für sie auf, die der vierjährige Wolfgang später nachkomponierte. Die Auszüge des heutigen Abends aus diesem Heft entstammen Leopolds Feder und der seines Sohnes als Huldigung für seinen Vater.

Franz Xaver, Wolfgangs Sohn, versuchte sich seinerseits an der Musik und hinterliess etwa dreissig Werke, die es wert sind ans Licht zu holen.

Der tschechische Komponist Bedřich Smetana nimmt in der Geschichte seines Landes eine herausragende Stellung ein, da sein Musikstil eng mit den Bestrebungen der kulturellen und politischen Erneuerung und Eigenständigkeit Tschechiens verbunden ist. Am bekanntesten ist sein Orchesterwerk «Má vlast» (Aus meiner Heimat), aber die grossartigste Musik seiner Werke war nicht nur für grosse Ensembles reserviert. Seine Werke für Soloinstrumente und Kammermusikensembles sind ebenso eindrucksvoll. Seine Frau Kateřina Kolářová war Pianistin – eines ihrer wenigen Werke ist im Programm des heutigen Abends enthalten. 

Smetanas junge Tochter Bedřiška, die Anzeichen musikalischer Frühreife aufwies, starb als Kind an Scharlach. Smetana war zutiefst getroffen und schrieb sein Trio als flammende Hommage für sie.

Wir freuen uns, den Cellisten Benedict Klöckner wieder bei uns begrüssen zu dürfen, dieses Jahr zusammen mit seiner Verlobten Clemence De Forceville. Ebenfalls in diesem Konzert zu hören ist der Bariton Wolf Matthias Friedrich.

Herzlichst
Gwendolyn


Fanny und Felix

Newsletter – 16. März 2022

Fanny und Felix
Donnerstag, 5. Mai

Dass Geschwister gleichberechtigt erzogen werden, war im 19. Jahrhundert eine Ausnahme. Tatsächlich genossen Fanny und ihr jüngerer Bruder Felix Mendelssohn eine umfassende Erziehung durch ihr wohlhabendes Elternhaus. Fanny wurde auch wie Felix für ihre musikalischen Talente ausdrücklich gelobt und anerkannt. Die Wertvorstellungen der damaligen Zeit aber führten dazu, dass die Familie Fannys  Wunsch, ihre Werke zu veröffentlichen, nur zögerlich unterstützte. Dass Fanny auf dem kompositorischen Spielfeld nicht mit ihrem Bruder «konkurrieren» konnte, ist zu einem stattlichen Teil das Ergebnis sozialer Vorurteile und patriarchalischer Gepflogenheiten ihrer Zeit. Die Zeiten haben sich glücklicherweise gewandelt und Gelehrte interessieren sich nicht nur für Fannys phänomenal begabten Bruder, sondern auch für sie. Dieses Konzert stellt beide Geschwister auf Augenhöhe vor.

Zum dritten Mal bei GAIA dabei sind die Brüder Martin und Patrick Moriarty sowie der Kontrabassist Lars Schaper.

Herzlichst
Gwendolyn


Stammbaum

Newsletter – 4. März 2022

Stammbaum
Mittwoch, 4. Mai

Johann Sebastian Bach war ein fleissiger Mensch. Er arbeitete zuerst daran ein guter Komponist zu sein, aber kaum minder, ein guter Vater zu sein. Von den zwanzig Kindern, die er zeugte, wurden vier Komponisten. Für zwei von ihnen gibt die erste Hälfte des Programms Raum neben dem Grossmeister. Sie waren erfolgreich nicht zuletzt es klingenden Namens Bach wegen, und ihnen und ihrer Musik war zu Lebenszeiten grösste Aufmerksamkeit gewiss.

Die Geschichten im diesjährigen Programm sind so vielfältig wie die Musik selbst. Musik zwischen Lehrern und Schülern ist nicht selten eine stärkere Verbindung als die Blutsbande. Lehrer, die ihre Schüler auf eine Art als ihre erweiterte Familie betrachten, werden von ihren Schülern als Mentoren verehrt und tragen diese Verbundenheit weiter.

Adorno sagte über Hanns Eisler, er sei «der eigentliche Vertreter der jungen Generation der Schönberg-Schüler und überdies einer der begabtesten aller jungen Komponisten» …

Der familiäre Bezug in Arnold Schönbergs «Verklärte Nacht» ist inspiriert durch das dem Werk zugrunde liegende Gedicht von Richard Dehmel. Es erzählt von einer Frau, die in nagender Ungewissheit über ihre familiäre Zukunft in den Wald geht und als Mutter und Ehefrau gestärkt wieder herauskommt.

Im Eröffnungskonzert spielen die Zwillingsbrüder Markus und Andreas Fleck, der Flötist Jacques Zoon, der Cembalist Sebastian Wienand und den CHAARTS Chamber Artists.

Willkommen zur diesjährigen GAIA, wo wir die Familie, unsere Verbundenheit miteinander und mit der Musik feiern.

Herzlichst
Gwendolyn


Tickets jetzt erhältlich

Newsletter – 16. Februar 2022

faˈmiːli̯ə

Plural: Familien
Familie: Gruppe von Personen, die miteinander durch Heirat, Blutsverwandtschaft oder Adoption verbunden sind, einen gemeinsamen Haushalt bilden und in ihrer jeweiligen sozialen Stellung miteinander interagieren, meist als Ehegatten, Eltern, Kinder und Geschwister.

Welche Gefühle der Begriff «Familie» auch immer in uns auslöst und welche Erfahrungen wir damit verknüpfen mögen – wir alle haben im Hinblick auf die Wurzel unserer Existenz eines gemeinsam: Unsere (biologische) Mutter hat uns zur Welt gebracht. Ein Festival, das den Namen einer griechischen, zuweilen als Gebärerin bezeichneten Urgöttin trägt, erschien mir geradezu prädestiniert dafür, herausragenden Komponistinnen der klassischen Musik und ihren männlichen Gegenübern eine Bühne zu geben. Und so machte ich mich auf die Suche.

Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der Komponistinnen in der klassischen Musik dünn gesät ist, aber im diesjährigen Programm bin ich auf einige bemerkenswerte Ausnahmen gestossen:

Fanny Mendelssohn, die Schwester von Felix, Clara Wieck, die Ehefrau von Schumann und Muse von Brahms, Smetanas Ehefrau Kateřina Kolářová und Irene Regine Wieniawska, die ihre Werke unter einem männlichen Pseudonym veröffentlichte, um sich von der schweren Last ihres berühmten Vaters zu befreien. Die Frauen im diesjährigen reichhaltigen Musikprogramm von GAIA sind allesamt selbst Komponistinnen und Musikerinnen und nicht nur Musen komponierender Männer. Ihre Geschichten strotzen nur so vor Verheissung, Genialität, harter Arbeit und dem Wunsch nach Anerkennung, Erfolg und Misserfolg, Patriotismus und Unabhängigkeit. Und im Mittelpunkt von alledem: die Liebe.

Tickets für das diesjährige Festival sind jetzt erhältlich …

Liebe Familie und Freunde, ich freue mich darauf Sie bald bei GAIA begrüssen zu dürfen!

Herzlichst
Gwendolyn


GAIA Weihnachtsgrüsse

Newsletter – 17. Dezember 2021

GAIA Weihnachtsgrüsse

Dieses Jahr haben wir unser Weihnachtsgeschenk schon sehr früh bekommen. Dank Ihres kontinuierlichen Zuspruchs fand unser Festival im August statt, nachdem wir es zuvor dreimal verschoben hatten.

Ihr Glaube an unsere Arbeit hat uns in den letzten beiden Jahren immense Hoffnung geschenkt. Danke, dass Sie die Musik willkommen heissen und die Freude am Musizieren und am Miteinander mit uns teilen.

Als Dankeschön haben wir einige unserer jüngsten musikalischen Momente bei GAIA zusammengestellt und hoffen, Sie erfreuen sich daran, sie zu hören und zu sehen.
 

Franz Schubert: Oktett in F-Dur, D 803

Aufgenommen in der Kirche Hilterfingen im September 2020 mit Ilya Gringolts und Gwendolyn Masin (Violinen); Tomoko Akasaka (Bratsche), Benedict Kloeckner (Cello), Lars Schaper (Kontrabass); Reto Bieri (Klarinette); Rui Lopes (Fagott), Tomas Gallart (Horn)

I. Adagio, Allegro
II. Adagio
III. Allegro vivace
VI. Andante molto, Allegro
 

Eröffnungskonzert «In Beethovens Universum»

Hören Sie noch einmal unser Eröffnungskonzert «In Beethovens Universum» am 25. August 2021 in der Stadtkirche Thun auf Radio SRF2 Kultur.
 

Impressionen GAIA Musikfestival Oberhofen 2021

Sehen Sie einige unserer Lieblingsmomente des diesjährigen Festivals, festgehalten von unserer Festivalfotografin Sára Timár. Vielleicht entdecken Sie sich selbst!

 

GAIA Musikfestival 2022

Wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen für das nächste GAIA Musikfestival, das vom 4. bis 8. Mai 2022 stattfinden wird. Das Thema Familie zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm. So sind die Komponisten alle miteinander verwandt – von den Bachs über die Mozarts und Mendelssohns bis hin zu den Schumanns. Dasselbe gilt für die Musiker:innen – unter ihnen eineiige Zwillinge, Ehepaare oder Vater und Tochter. Wir freuen uns schon sehr darauf, unser bislang bedeutsamstes Festival mit Ihnen zu erleben.

Wir wünschen unserer GAIA-Familie ein frohes Fest und schöne Feiertage.

Unsere herzlichsten Grüsse,
Gwendolyn, Andreas und alle von GAIA


GAIA auf SRF2 Kultur

Newsletter – 21. Oktober 2021

GAIA 2021 auf SRF2 Kultur

Zwei Monate nach unserem Eröffnungskonzert in der Stadtkirche Thun können Sie «Beethovens Universum» am kommenden Sonntag, den 24. Oktober, um 16.00 Uhr, auf Radio SRF 2 Kultur noch einmal hören.

PROGRAMM

Ludwig van Beethoven
Sieben Variationen über «Bei Männern, welche Liebe fühlen»
für Violoncello und Klavier WoO 46

Benedict Klöckner, Violoncello; José Gallardo, Klavier

Carl Czerny
Marcia funebre sulla morte di Luigi van Beethoven op. 146

José Gallardo, Klavier

Johann Nepomuk Hummel
Klavierquintett es-Moll op. 87

Wouter Vossen, Violine; Tomoko Akasaka, Viola; Chiara Enderle Samatanga, Violoncello; Lars Schaper, Kontrabass; Diana Ketler, Klavier

Ludwig van Beethoven
Septett Es-Dur op. 20

Gwendolyn Masin, Violine; Rumen Cvetkov, Viola; Benedict Klöckner, Violoncello; Lars Schaper, Kontrabass; Moritz Roelcke, Klarinette; Hervé Joulain, Horn; Igor Ahss, Fagott

 

Festival-Fotografie 2021

Bereits zum zweiten Mal hat Sára Timár für uns das Festival fotografisch dokumentiert.
Wir wünschen Ihnen viel Spass bei einem Spaziergang durch «Götterfunken», unsere 12. Ausgabe.

 

Unsere herzlichsten Grüsse,

Gwendolyn, Andreas und alle von GAIA


Vielen Dank

Newsletter – 8. September 2021

Vielen Dank

Normalerweise ist meine Rolle als Gründerin des GAIA-Festivals einfach definiert.
Wenn alles gut läuft, ist es das Verdienst aller anderen. Läuft es hingegen schlecht, ist es meine Schuld ;-)
Dieses Jahr ist eindeutig ein Jahr des «Dankes an alle anderen»!

Was war es für ein Vergnügen, eine so intensive Zeit mit Ihnen zu verbringen; mit Ihnen und euch zu spielen, für Sie zu spielen, Geschichten mit Ihnen zu teilen, Ihnen endlich wieder direkt in die Augen schauen zu können, ohne dass ein Bildschirm zwischen uns steht.

Natürlich ist Musik von Natur aus lebendig, und auch ein Online-Konzert stillt unseren Hunger nach Kultur. Aber es gibt kein Erlebnis oder Ereignis und keine emotionale Erfahrung, die einen so erfüllt wie ein Live-Konzert. Nichts kann es ersetzen.

Und das ist auch gut so.

Schon Beethoven selbst musste mehr als eine Pandemie und soziale Krise überstehen, und zu allem Überfluss waren zuletzt auch wir bei GAIA dazu gezwungen, seinen 250. Geburtstag immer wieder zu verschieben, bis wir endlich einen der grössten Geister der Welt angemessen ehren konnten.

Endlich haben wir nun seinen 251. Geburtstag gefeiert, umgeben von einigen der wunderbarsten und grosszügigsten Musiker, die ich je kennengelernt habe, und mit einem Publikum, das seine Vorbehalte angesichts der Pandemie überwand und die Freude an Beethoven mit uns teilte.

Beethovens 9. Symphonie stellt für mich in gewisser Weise ein Mysterium dar. Wenn Ausserirdische eines Tages zur Erforschung der Menschheit auf der Erde landen, sollten wir Ihnen meiner Ansicht nach dieses Werk vorspielen, um Ihnen zu demonstrieren, wozu wir in der Lage sind. Beethoven selbst, seine virtuos eingesetzte Sprache und die Emotionen, die er in seine monumentalen musikalischen Meisterwerke einflicht, werden die Zeiten überdauern. Denn er setzt die Fähigkeit des Menschen, schwere Zeiten zu überstehen und selbst grössten Widrigkeiten zu trotzen, in Musik um.

Wir hätten also keinen besseren Namenspatron haben können, um unser Festival durch 27 Monate der Planung, Neuplanung, Umstrukturierung und Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung, endlich wieder spielen zu können, zu begleiten.

Es war jeden Augenblick wert. Wir danken Ihnen, unserem Publikum, unseren Unterstützer:innen, Spender:innen, Sponsor:innen und Mitarbeitenden, unseren Komiteemitgliedern, Helfer:innen und Techniker:innen für alles.

Wir können es kaum erwarten, Sie im Mai bei GAIA 2022 wiederzusehen. Für die Vorbereitungen haben wir so lange Zeit, wie eine Schwangerschaft normalerweise dauert. Und das ist auch das Thema des nächsten GAIA-Festivals: die Familie.


Mit unseren freudigsten Wünschen,

Gwendolyn, Andreas und alle, die GAIA für Sie möglich machen


… und so beginnt es

Newsletter – 25. August 2021

… und so beginnt es

Wie eine lange herbeigesehnte Heimkehr, ein Wiedersehen oder ein Seufzer der Erleichterung – so fühlt es sich an, wenn man wieder mitten in das GAIA-Festival eintaucht. 

Am Freitag, 20. August, versammelten sich die Musiker erstmals für die Proben des umfangreichen Programms, das die Grundlage für das diesjährige GAIA-Festival bildet. Für einige von uns war es das erste Mal seit sehr, sehr langer Zeit, dass wir wieder in einem Raum waren und mit anderen gemeinsam musizierten – Anlass genug für die eine oder andere Freudenträne.

27 Monate ist es her, dass die letzten Töne von GAIA zu hören waren. Eine noch immer andauernde Pandemie, drei verschobene Festivals und viele Monate der Neuorganisation, des Fundraisings und des Umdenkens später sind wir endlich wieder in die offenen Arme von Oberhofen zurückgekehrt. Der Blick auf den Niesen, den Thunersee und die Menschen, die GAIA möglich gemacht haben – Freiwillige aus Oberhofen und weit darüber hinaus, unsere Komiteemitglieder, die Musiker und natürlich unser Publikum – geben uns Hoffnung und den Glauben an eine gemeinsame Zukunft.

Beim diesjährigen GAIA-Festival inspiriert Beethoven uns dazu, die Menschheit und die Gemeinschaft zu feiern. Nur wenige andere Komponisten vermögen es so wie er, uns durch ihre Musik zu verbinden. Die Nachfrage nach Karten ist hoch, deshalb sichern Sie sich Ihre Tickets beizeiten. Und für alle, die nachgefragt haben: Mein persönlicher Tipp ist das Programm vom Samstag – ein wahrer Sturm der Gefühle und einige der besten – wenn auch weniger bekannten – Werke, die ich kenne.

Willkommen zurück bei GAIA – wir haben Sie sehnsüchtig erwartet. Bis bald!

Herzliche Grüsse,

Gwendolyn


GÖTTERFUNKEN

Newsletter – 18. August 2021

GÖTTERFUNKEN – Abschlusskonzert

Sonntag,  29. August um 18:00 | KIRCHE HILTERFINGEN

Eingerahmt von Kompositionen seines Zeitgenossen Moscheles und seinem grössten Konkurrenten Rossini erklingt die Musik Beethovens in zwei seiner bekanntesten Werke.

Den Namen «Geistertrio», verdankt eines davon Beethovens Schüler Czerny, der das Largo als geisterhaft der Unterwelt entsprungen empfand. «Freude schöner Götterfunken» aus der 9. Sinfonie wiederum stand Pate für den feurigen Titel des GAIA-Festivals.

Im Geiste des Zusammenseins und ganz im Sinne von Menschlichkeit und Gesellschaft haben wir für dieses Konzert einen eigenen GAIA-Chor aus Sänger:innen von Hobby- und Profichören des Kantons Bern zusammengestellt. Dirigiert wird das fulminante Götterfunken-Finale von Michael Schär, Chorleiter und langjähriges Mitglied des Organisationskomitees des GAIA Festivals. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht!

Zusätzlich zum 15-köpfigen Orchester aus GAIA Musikern begrüssen wir zum ersten Mal Flötist Maximilian Randlinger bei GAIA. Bald ist es soweit! Wir freuen uns, Sie endlich wiederzusehen, nächste Woche beim GAIA Musik Festival!

Freudigst,

Gwendolyn


Das Idol

Newsletter – 8. August 2021

Das Idol

Sonntag,  29. August um 11:00 | Schloss Oberhofen

Das Idol: Nach Beethovens Septett musste die Welt bis auf Schuberts Oktett warten, um erneut ein Stück mit einer so gehaltvollen Instrumentierung zu erleben.

Beide Werke haben die Zeit überdauert. Schubert kämpfte jahrelang für das, was er als Inbegriff der Brillanz für Streicher und Bläser ansah – und könnte Beethoven in seinem Oktett durchaus übertroffen haben. Das Oktett ist das längste Kammermusikwerk Schuberts. Das erklärt sich aus der Form des Wiener Divertimentos, das er hier unter symphonischen Vorzeichen wieder aufleben liess. Dabei folgte er dem Vorbild von Beethovens Septett.

Zurück zu GAIA kehrt der in Deutschland geborene Cellist Benedict Klöckner wohl einer der passioniertesten Musiker unsere Zeit. Darüber hinaus ist es uns eine Freude, Moritz Roelcke und Igor Ahss zum ersten Mal bei GAIA zu begrüssen.

Herzliche Grüsse,

Gwendolyn


Der Sturm

Newsletter – 30. Juli 2021

Der Sturm

Samstag,  28. August um 20:00 | KIRCHE HILTERFINGEN

Es gibt keinen grösseren Sturm als den aufbrausender Menschen mit viel Temperament.

Der Beiname des letzten Satzes von Beethovens Streichquintett in C-Dur beschreibt nicht nur das Stück, sondern auch den Mann hinter der Komposition. Ein zeitgenössischer Rezensent brachte es auf den Punkt, als er schrieb, dass dieses Werk «seinen Ursprung nicht in einer höheren, den Bau wie einen Gottesbefehl hervorrufenden Idee hat, sondern in der allgemeinen künstlerischen Lust am Schaffen: in dem Vorsatz, Musik zu machen.» Mit seinen explosiven Pianissimo-Tremolos und dem fragmentarischen Hauptthema, das durch «Blitzlichter» des Cellos verstärkt wird, hat das Finale diesen Beinamen wahrlich verdient. Stimmungswechsel durch virtuoses Jonglieren von Tonarten, Tempi und Themen zu inszenieren, ist typisch für Beethovens eminentes Können und mit ein Grund dafür, dass seine Kompositionen viele seiner Zeitgenossen derart beeindruckt und beeinflusst haben. Spohr und Dussek sind weitere hervorragende Beispiele dafür.

Wir freuen uns besonders, die Schweizerin Chiara Enderle wieder bei GAIA zu begrüssen, liegt ihr letzter Besuch bei uns doch schon fünf Jahre zurück. Lars Schaper hingegen spielte beim einzigen GAIA-Konzert des Jahres 2020. Diana Ketler ist zum ersten Mal bei GAIA. Die 1971 in Riga geborene Pianistin ist als Gastsolistin grosser Orchester ebenso gefragt wie als Kammermusikerin und Liedbegleiterin. Seit 2001 ist sie zudem Professorin in London, seit 2018 ebenso in Genf.

Herzliche Grüsse,

Gwendolyn


Fratres

Newsletter – 13. Juli 2021

Fratres

Freitag, 27. August um 19:30 | GAIA 2021

Bruderschaft ist ein Band, das über die Familie hinausgeht und der Titel eines Konzerts, das unser GAIA-Thema 2022 vorwegnimmt: Familie.

Das Programm rückt Arvo Pärt ins Rampenlicht, einen der bekanntesten lebenden Komponisten der Welt. Darüber hinaus kommen Werke zur Aufführung, in denen die nahezu väterliche Präsenz von Giganten wie Bach und Haydn spürbar ist, sowie Stücke, die im Gedenken an Komponisten geschrieben wurden, wie etwa von Schnittke zu Ehren Mozarts oder von Pärt in memoriam Benjamin Britten.

Das Gefühl der Bruderschaft reicht sogar noch weiter, denn dieses Konzert ist eine Kooperation von GAIA mit Stretta Concerts, ins Leben gerufen von Violinist Sebastian Bohren, der zum ersten Mal bei GAIA auftritt. Ausserdem bringt der neue organisatorische Leiter von GAIA, Andreas Fleck, zu diesem Anlass seine CHAARTS Chamber Artists auf die Konzertbühne.

Wir freuen uns darauf, diese wundervollen Musiker und Sie schon bald bei GAIA zu begrüssen – um Brüder, Schwestern, Menschen und unsere Verbundenheit mit der Musik zu feiern.

Herzliche Grüsse,

Gwendolyn


Eroica

Newsletter – 29. Juni 2021

Eroica

Donnerstag, 26. August um 19:30 | GAIA 2021

Der Titelheld dieses Konzerts ist natürlich kein Geringerer als Beethoven. Der Meister widmete seine dritte Sinfonie zunächst Napoleon Bonaparte, strich jedoch dessen Namen später heraus, als er erfuhr, dass Napoleon sich selbst zum Kaiser ernannt hatte.

Die Sinfonie ist jedoch höchst majestätisch und wird von vielen als die erste romantische Sinfonie angesehen, da sie die Grenzen der sinfonischen Form aus der Klassik sprengte.

Während Beethovens Verehrung von Bonaparte von eher kurzer Dauer war, überdauerte die Bewunderung für Ferdinand Ries, der Beethovens Eroica arrangierte, sowie für die Komponisten Moscheles und Hummel die Zeit. Die drei zu ihren Lebzeiten gefeierten Komponisten waren alle von Beethoven stark inspiriert.

Wir begrüssen die charismatische Bratschistin Tomoko Akasaka wieder auf der Bühne, die bereits beim einzigen Konzert, das GAIA im Jahr 2020 geben durfte, spielte. Ausserdem freuen wir uns auf einen weiteren renommierten Bratschisten, Razvan Popovici, und auf die Violinistin Suyeon Kang, die beide zum ersten Mal bei GAIA auftreten werden.

Ich kann es kaum erwarten, sie gemeinsam mit Ihnen in einigen Wochen zu hören.



Bis bald bei GAIA!

Herzliche Grüsse,

Gwendolyn


In Beethovens Universum

Newsletter – 15. Juni 2021

In Beethovens Universum

Mittwoch, 25. August um 19:30 | GAIA 2021

… und endlich spielen wir wieder! Eineinhalb Jahre später als erwartet und ein halbes Jahr nach dem Jubiläum unseres Composer-in-Residence: Beethoven. In der 13-jährigen Geschichte von GAIA haben wir erst zwei anderen Komponisten gehuldigt: Schumann (2010) und Mahler (2011). Beiden widmeten wir ein Konzert. Aber nie zuvor haben wir für jemanden den Teppich so feierlich ausgerollt wie für den Grossmeister der Wiener Klassik. Unsere Reise durch Beethovens Universum führt uns nicht nur entlang der Pfade seiner eigenen Musik, sondern auch zu jenen, die er inspirierte. Gleich bei unserem Eröffnungskonzert stehen zwei seiner bekanntesten Schüler im Mittelpunkt: Carl Czerny und Ferdinand Ries. Wie jedes Jahr lade ich Musiker ein, die nicht nur herausragende Persönlichkeiten sind, sondern auch unerschrocken aussergewöhnliche Wege gegangen sind. Ich freue mich sehr darauf, drei von ihnen zum ersten Mal bei GAIA begrüssen zu dürfen: Wouter Vossen, Hervé Joulain und José Gallardo.

Bis bald beim GAIA!

Herzlichst,

Gwendolyn