GAIA 2026
Programm


Donnerstag, 26. November 2026, 18.30 Uhr
Museum für Kommunikation ∙ Mediothek PHBern ∙ ALPS

GAIA Nacht der Musik im Museumsquartier Bern


Drei Kurzkonzerte mit Pausen zum Spielortwechsel
Gesamtdauer ca. 2 Stunden 30 Minuten
Apéro im Anschluss

Am Eröffnungsabend wird das Publikum mit einem Wandelkonzert auf das diesjährige Fesivalthema eingestimmt. In drei Institutionen des Berner Museumsquartiers finden je drei halbstündige Konzerte statt – mit Werken, die verschiedenste Perspektiven «auf das Leben» künstlerisch verarbeiten. Dabei treffen das Ephemere eines Schmetterlings, klanglich eingefangen von Kaija Saariaho, und Mahlers Weltenferne aufeinander – und die Erinnerung begegnet der Vergänglichkeit, wenn sich Schubert in seinem Doppelgänger wiedererkennt. Ergänzt wird das Programm durch Werke von Maddalena Casulana, der ersten europäischen Komponistin, deren Musik publiziert wurde. Zwischen den Kurzkonzerten wechseln die Besuchenden vom Museum für Kommunikation zum ALPS – Alpines Museum der Schweiz sowie in die Mediothek der PHBern. Zum Abschluss laden wir Sie herzlich zu einem Apéro im Museum für Kommunikation ein, bei dem Sie die Künstler:innen persönlich treffen können.


18.30 – 18.45 Uhr
Begrüssung und Einführung in den Konzertabend
Museum für Kommunikation, Bern

19.00 – 19.30 Uhr
Konzert I
an allen drei Spielorten

19.45 – 20.15 Uhr
Konzert II
an allen drei Spielorten

20.30 – 21.00 Uhr
Konzert III
an allen drei Spielorten

ab 21.00 – ca. 22.30 Uhr
Apéro mit den Künstler:innen und dem GAIA-Team 
– ein Raum für Austausch und Begegnung im
Museum für Kommunikation, Bern

 

Museum für Kommunikation
Bern


Henry Purcell (1659–1695)
Didos Klage «When I am laid in earth»
aus: Dido and Aeneas, Z 626


Jean Sibelius (1865–1957)
«Kom nu hit, död!», op. 60, Nr. 1


George Butterworth (1885–1916)
«Loveliest of Trees»
«Is My Team Ploughing?»

aus: A Shropshire Lad (1911)
in einer Bearbeitung von Moritz Achermann


Franz Schubert (1797–1828)
«Der Doppelgänger»
aus: Schwanengesang, D 957


Giacomo Puccini (1858–1924)
Crisantemi (1890)
für Streichquartett


Gustav Mahler (1860–1911)
«Ich bin der Welt abhanden gekommen»
aus: Rückert-Lieder (1901)


Musizierende
Mezzosopran: Mirjam Fässler
Violine: Joanne Green, Miriam Helms Ålien
Viola: Julia Wawrowska
Violoncello: Alfredo Ferre Martínez

 

PHBern
Mediothek


Claudio Monteverdi (1567–1643)
«Incenerite spoglie, avara tomba»
«Darà la notte il sol»
«Ma te raccoglie, o Ninfa»
«O chiome d’or neve gentil del seno»

aus: Sestina – Lagrime d’Amante al Sepolcro dell’Amata, SV 111


Maddelena Casulana Mezari (1544–1590)
«Il vostro dipartir»
«Gran miracol d’amore»
«Morte! Che voi?»

aus: Madrigali a 4 voci, Libro 2 (1570)


Nino Rota (1911–1979)
Sarabanda e Toccata (1945)


Stefano Landi (1587–1639)
Passacaglia della vita


Musizierende
Vokalensemble: tempo d’affetto
Harfe: Alexander Boldachev

 

ALPS
Alpines Museum der Schweiz, Hodlersaal


Kaija Saariaho (1952–2023)
Sept Papillons (2000)
für Cello solo


Olivier Messiaen (1908–1992)
aus: Quatuor pour la fin du Temps (1940/41)
III. Abîme des Oiseaux


Georg Friedrich Haas (*1953)
«… aus freier Lust … verbunden» (1994)
für Viola, Cello und Kontrabass


Musizierende
Klarinette: Damien Bachmann
Viola: Patrick Jüdt
Violoncello: Samuel NiederhauserChiara Samatanga
Kontrabass: Lina Humbel

 


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Tickets: CHF 25.–

Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 5.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–


Freitag, 27. November 2026, 19.30 Uhr
Stadtkirche Thun

Coda – Das letzte Meisterwerk


Konzert mit Pause
Ca. 2 Stunden 15 Minuten
Apéro im Anschluss

Der antike Mythos des Schwanengesangs besagt, dass die letzten Werke der Kunstschaffenden meist von besonderer Schönheit sind. Aber sind diese letzten Werke auch identisch mit jenen, die die Musiker:innen unbedingt spielen möchten, bevor sie sterben? Die künstlerische Leiterin hat die Kammermusiker:innen gefragt und ein Programm aus «letzten Meisterwerken» zusammengestellt: Schuberts Streichquintett nimmt dabei einen besonderen Platz ein – gefolgt von Chaussons und Brittens Reflexionen über einstige Lieben und Strauss’ freudvollem Hochzeitswerk. Demgegenüber stehen der kurz vor Schuberts Tod entstandene Schwanengesang und das Abschiedswerk Pie Jesu der jung verstorbenen Lili Boulanger, welches uns fragen lässt: Werden auch wir in unseren letzten Tagen Kunstwerke erschaffen?


Lili Boulanger (1893–1918)
Pie Jesu (1918)
für Singstimme, Harfe, Orgel und Streichquartett


Edward Elgar (1857–1934)
Sospiri, op. 70
für Harfe, Orgel und Streichquartett


Ernest Chausson (1855–1899)
Chanson perpétuelle, op. 37
für Singstimme, Klavier und Streichquartett


Benjamin Britten (1913–1976) / Anonym
«Il est quelqu'un sur terre» / «Vreneli ab em Guggisberg»
für Singstimme und Klavier


Franz Schubert (1797–1828)
«Der Hirt auf dem Felsen», D 965
für Singstimme, Klarinette und Klavier


Franz Schubert (1797–1828)
«Frühlingssehnsucht»
«Ständchen»

aus: Schwanengesang, D 957


Richard Strauss (1864–1949)
«Morgen!»
aus: Vier Lieder, op. 27
für Singstimme, Violine und Klavier


PAUSE


Franz Schubert (1797–1828)
Streichquintett C-Dur, op. post. 163, D 956
I. Allegro ma non troppo
II. Adagio
III. Scherzo. Presto – Trio. Andante sostenuto

IV. Allegretto

 


Musizierende
Sopran: Marysol Schalit
Klarinette: Damien Bachmann
Violine: Miriam Helms Ålien, Daniel Dodds, Eoin Ducrot, Gwendolyn Masin
Viola: Martin Moriarty, Julia Wawrowska
Violoncello: Nil Kocamangil, Samuel Niederhauser, Alfredo Ferre Martínez, Chiara Samatanga
Harfe: Alexander Boldachev
Klavier: Finghin Collins, Fiachra Garvey
Orgel: Babette Mondry
Repetitorin: Clémence Hirt


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Tickets: CHF 65.–/45.–
Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 15.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 5.–
Kinder im Vorschulalter in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–


Samstag, 28. November 2026, 16.00 Uhr und 19.00 Uhr
Bibliothek Münstergasse · bsd. Fitness · beans & nuts · Lunaire Bern

GAIA wandert


Vier aufeinanderfolgende Kurzkonzerte an verschiedenen Spielorten
Gesamtdauer ca. 2 Stunden 30 Minuten
Start: Bibliothek Münstergasse, Lounge
Kleine Verpflegung im beans & nuts

Herzlich willkommen auf dem klangvollen Rundgang durch die GAIA Musikwelt! Unser City Guide leitet Sie nicht nur durch die verwinkelten Gassen Berns, sondern auch durch das Programm des ersten Kammermusikfestivals der Stadt: Die Tour beginnt mit energiegeladener Harfenmusik in einer Bibliothek, führt anschliessend zum bewegten Vokalensemble in einem Fitnessstudio, lädt zur Rast in einem veganen Café zu Bachs mythischer Chaconne und erreicht ihr Ziel bei einem Liederabend im Musikkeller Lunaire. Hier erklingen Gedichte über Liebe, Nacht und Träume, komponiert von Florence Price, Cécile Chaminade, Jacques Offenbach und den Geschwistern Fanny und Felix Mendelssohn.

Bibliothek Münstergasse
Lounge


Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Toccata d-Moll, BWV 565


Antonio Vivaldi (1678–1741)
aus dem«Winter» der Vier Jahreszeiten, op. 8
Allegro


Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
aus: Requiem d-Moll, KV 626
Lacrimosa


Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
aus: Der Nussknacker, op. 71
Tanz der Zuckerfee


Alexander Boldachev (*1990)
Between Life and Death


Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
aus: Suite für Varieté-Orchester
Walzer Nr. 2


Musizierende
Harfe: Alexander Boldachev

 

bsd. Fitness
Ko-Kuratiert von Emilie Inniger, Moritz Achermann und David Zürcher


Jennifer Walshe (*1974)
«Affair» (2011)
aus: A Folk Song Collection (2011 & 2016)


Robert Jones (um 1577–1617)
«Farewell, Dear Love»
aus: The First Booke of Songes or Ayres (1600)


Jennifer Walshe (*1974)
«Dan & Serena» (2011)
«So Lonely» (2011)
«Man Up» (2011)


John Bennet (um 1575–nach 1614)
«Weep, O Mine Eyes»
aus: Madrigalls to Foure Voyces (1599)


Thomas Morley (1557–1602)
«Die Now, My Heart»
aus: Madrigalls to Foure Voyces (1594)


Jennifer Walshe (*1974)
«My ADHD» (2011)


The Bee Gees (1958–2006)
«Stayin’ Alive» (1977)
arr. von Jonas Wolf


Jennifer Walshe (*1974)
«27» (2016)
«Yeast Infection» (2011)
«Her Teeth» (2016)
«No Bra» (2016)


Miley Cyrus (*1992) et al.
«Flowers» (2023)
arr. von David Zürcher


Imogen Holst (1907–1984)
«A Sweet Country Life: Folk-Song from Gloucestershire» (1937)
gesammelt von Cecil Sharp und arr. von Imogen Holst


Jennifer Walshe (*1974)
«Free To Live My Life» (2016)


Clément Janequin (1485–1558)
«Je ne fus jamais si aise» (1529)


Jennifer Walshe (*1974)
«Hot Dude» (2016)


Britney Spears (*1981) et al.
«Work Bitch» (2013)
arr. von David Zürcher


Jennifer Walshe (*1974)
«Immigration» (2016)
«White Guy» (2016)
«Botox» (2011)
«Adrenaline» (2011)


Amy Beach (1867–1944)
«Peace I Leave With You»
aus: 3 Choral Responses, op. 8 (1891)


Musizierende
Vokalensemble tempo d’affetto:
Sopran: Emilie Inniger
Mezzosopran: Sarah Widmer
Tenor: Joël Morand
Bariton: David Zürcher

 

beans & nuts


Johann Sebastian Bach (1685–1750)
aus: Partita Nr. 2 d-Moll für Violine solo, BWV 1004
Chaconne


Musizierende
Violine: NN

 

Lunaire Bern


Cécile Chaminade (1857–1944)
Duo d'étoiles, op. 68


Florence Price (1887–1953)
«Night» (1946)


Pauline Viardot-García (1821–1910)
«Rêverie», VWV 1024


Fanny Mendelssohn (1805–1847)
«Italien»
zunächst publiziert unter dem Namen Felix Mendelssohns als op. 8, Nr. 3


Felix Mendelssohn (1809–1847)
«Herbstlied», op. 63, Nr. 4


Fanny Hensel (1805–1847)
«Nachtwanderer», op. 7, Nr. 1


Jacques Offenbach (1819–1880)
Barcarolle «Belle nuit ô nuit d’amour»
aus: Les Contes d'Hoffmann


Musizierende
Sopran: Marysol Schalit
Mezzosopran: Mirjam Fässler
Klavier: Finghin Collins

 


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Eintritt:
CHF 45.–
Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 15.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 5.–
Kinder im Vorschulalter in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–


Samstag, 28. November 2026, 19.30 Uhr
Bern, Altstadt – Details nach Anmeldung

GAIA Salon Night


Salonkonzert ohne Pause
Ca. 1 Stunde
Apéro im Anschluss

Als könnte man die Gegenwart der grossen Salonmusikmeister:innen spüren: Die GAIA Salon Night lässt eine exklusive Kammermusik-Tradition des 19. Jahrhunderts wieder aufleben! In einer historischen Berner Altstadtwohnung treffen sich die Schweizer Autorin Meral Kureyshi, die Musiker:innen und das Publikum zu einem aussergewöhnlichen Abend mit fantastischen Geschichten und virtuosen Werken. Kureyshi liest aus ihrem jüngsten Roman – ihre Worte gehen Hand in Hand mit Musik von Nadia Boulanger einem neuen Leben entgegen, Vers la vie nouvelle. Und Brahms erstes Streichquartett erinnert an die Uraufführung 1873, bei welcher der Komponist selbst am Flügel sass.


Prologue: Meral Kureyshi


Nadia Boulanger (1887–1979)
Vers la vie nouvelle (1915)
für Klavier


Lesung: Meral Kureyshi


Johannes Brahms (1833–1897)
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll, op. 25
I. Allegro
II. Intermezzo: Allegro, ma non troppo – Trio: Animato – Tempo del Intermezzo – Coda: Animato
III. Andante con moto – Animato
IV. Rondo alla Zingarese: Presto

 


Musizierende
Violine: Daniel Dodds
Viola: Patrick Jüdt
Violoncello: Nil Kocamangil
Klavier: Fiachra Garvey 


Programmänderungen vorbehalten


Eintritt auf Spendenbasis: ab CHF 200.–
Ihre Unterstützung ermöglicht die Durchführung dieses Konzerts
und des GAIA Musikfestivals 2026.


Samstag, 28. November 2026, 22.00 Uhr
Lunaire Bern

GAIA Late Night


Konzert ohne Pause
Ca. 1 Stunde
Apéro im Anschluss

Das Ende der Nacht trifft auf das Ende der Zeit: Zu später Stunde klingt der Abend in einem Musikkeller mit Olivier Messiaens Quatuor pour la fin de temps aus. Dabei erheben sich lebendige Vogelstimmen über die tragischen Entstehungsumstände im Kriegsgefangenenlager. Inmitten einer apokalyptischen Umgebung leistet Messiaen Widerstand und macht die geheime Offenbarung des Johannes musikalisch hörbar. Er spendet seinen Mitmenschen Trost – damals wie heute und noch bis ans Ende der Zeit.


Olivier Messiaen (1908–1992)
Quatuor pour la fin du Temps (1940/41)
I. Liturgie de cristal
II. Vocalise, pour l’ange qui annonce la fin du temps
III. Abîme des Oiseaux
IV. Intermède
V. Louange à l’éternité de Jésus
VI. Danse de la fureur, pour les sept trompettes
VII. Fouillis d’arcs-en-ciel, pour l’ange qui annonce la fin du temps
VIII. Louange à l’immortalité de Jésus

 


Musizierende
Violine: Miriam Helms Ålien
Violoncello: Chiara Samatanga
Klarinette: Damien Bachmann
Klavier: Finghin Collins


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Tickets: CHF 45.–
Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 15.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 5.–
Kinder im Vorschulalter in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–


Sonntag, 29. November 2026, 11.00 Uhr
Kunstmuseum Thun

GAIA Matinee am Sonntag


Genreübergreifendes Konzert ohne Pause
Ca. 1 Stunde 15 Minuten
Verpflegung im Anschluss

Der Schlüssel des GAIA Musikfestivals besteht in der Verschmelzung verschiedener Kunstformen. Damit schliesst die künstlerische Leiterin Gwendolyn Masin gemeinsam mit Sabine Hertig (Artist in Residence im Kunstmuseum Thun) an diesem Sonntagmorgen die Ausstellung des Kunstmuseums Thun auf. Zwischen Hertigs Kunstwerken finden die Musiker:innen Platz und vollenden mit Musik von heute wie Caroline Shaws Entr’acte sowie mit Schuberts bekanntem Streichquartett Der Tod und das Mädchen, bearbeitet für Kammerorchester, die Collage zwischen Bilderwelten und Musik.


Caroline Shaw (*1982)
Entr’acte (2011)
arr. für Streichorchester von Caroline Shaw (2014)


Franz Schubert (1797–1828)
Streichquartett Nr. 14 d-Moll, D 810 («Der Tod und das Mädchen»)
I. Allegro
II. Andante con moto
III. Scherzo: Allegro molto
IV. Presto

arr. für Streichorchester
 


Musizierende
Violine: Daniel Dodds, Eoin Ducrot, Joanne Green, Miriam Helms Ålien, Gwendolyn Masin
Viola: Martin Moriarty, Julia Wawrowska
Violoncello: Nil Kocamangil, Alfredo Ferre Martínez, Samuel Niederhauser, Chiara Samatanga
Kontrabass: Lina Humbel


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Tickets: CHF 45.–
Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 15.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 5.–
Kinder im Vorschulalter in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–


Sonntag, 29. November 2026, 17.00 Uhr
Kirche Hilterfingen

Der Tod und die Mädchen


Konzert mit Pause
Ca. 1 Stunde 45 Minuten

Wie stellen sich Komponist:innen den Tod vor? In Schuberts berühmtem Streichquartett, das auf dem gleichnamigen Lied basiert, fürchtet sich das Mädchen zunächst vor dem «wilden Knochenmann». Doch dann folgen ruhige, bedachte Klänge, die ein ganz unerwartetes Bild vom Sterben zeichnen. Auch die «Mädchen» Caroline Shaw und Joanna Marsh setzen sich in ihren Werken mit dem Lebensende auseinander. Die unterschiedlichen Perspektiven der Komponistinnen auf den Tod werden von Arenskys Variationen über Tschaikowskys Legenden ergänzt und mit Adès’ Gedenken an die pastorale Landschaft Grossbritanniens vervollständigt.


Thomas Adès (*1971)
O Albion
aus: Streichquartett «Arcadiana», op. 12 (1994)
arr. für Streichorchester von Thomas Adès (2019)


Caroline Shaw (*1982)
Entr’acte (2011)
arr. für Streichorchester von Caroline Shaw (2014)


Anton Arensky (1861–1906)
Variationen über ein Thema von Tschaikowsky, op. 35a
für Streichorchester


PAUSE


Joanna Marsh (*1970)
In Winter’s House (2019)


Franz Schubert (1797–1828)
Streichquartett Nr. 14 d-Moll, D 810 («Der Tod und das Mädchen»)
I. Allegro
II. Andante con moto
III. Scherzo: Allegro molto
IV. Presto

arr. für Streichorchester
 


Musizierende
Violine: Daniel Dodds, Eoin Ducrot, Joanne Green, Miriam Helms Ålien, Gwendolyn Masin
Viola: Martin Moriarty, Julia Wawrowska
Violoncello: Nil Kocamangil, Alfredo Ferre Martínez, Samuel Niederhauser, Chiara Samatanga
Kontrabass: Lina Humbel


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Tickets: CHF 65.–/45.–

Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 15.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 5.–
Kinder im Vorschulalter in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–


Montag, 30. November 2026, 19.30 Uhr
Casino Bern, Burgerratssaal

«Of Night and Light and Half Light»


Konzert mit Pause
Ca. 2 Stunden 15 Minuten
Pausenverpflegung individuell erhältlich
Apéro im Anschluss

Ein Ende, das zu Neuem inspiriert: Das Abschlusskonzert des GAIA Musikfestivals 2026 rückt die Gedanken der Hoffnung, des Friedens und des Lichtes ins Zentrum. Nach der Entstehungdes Lebens aus der Dunkelheit, richten die Vertonungen des Nunc dimittis von Amy Beach und Arvo Pärt den Blick auf einen friedvollen Abschied, während Pärts Cantus Brittens 50. Todesjahr in ehrenvollem Andenken hält. Die Werke von Peter Sculthorpe und Wojciech Kilar weisen den Weg vom Sterben zum Leben und zur Ewigkeit der Natur. Schliesslich findet auch das Neue seinen Platz, wenn erstmals die Auftragskomposition des Schweizer Komponisten Xavier Dayer gespielt wird. Und so nimmt das Festival mit freudevollen Hymnen «auf das (neue) Leben» seinen Ausklang.

Das Konzert ist als Gesamtwerk durchkomponiert: Bereits beim Betreten des Burgerratssaals wird das Publikum von einer Soundscape aus improvisierten Klängen empfangen. Zu Beginn erklingt ein Gedicht von Gwendolyn Masin, welches direkt in das erste Musikwerk hineinfliesst. Zwischen jedem weiteren Werk des Abends bauen die Musiker:innen Brücken, indem sie mit Improvisationen von der einen in die nächste Komposition überleiten.


Peter Sculthorpe (1929–2014)
aus: Sonata for Strings Nr. 3, «Jabiru Dreaming» (1994)
I. Deciso


Pau Casals (1876–1973)
El cant dels Ocells (Song of the Birds)
für Solocello und Streichorchester


Amy Beach (1867–1944)
Nunc dimittis, op. 8, Nr. 1 (1891)
für Vokalensemble


Arvo Pärt (*1935)
Nunc dimittis (2001)
für Vokalensemble


Osvaldo Golijov (*1960)
Tenebrae (2002)
für Streichorchester


Xavier Dayer (*1972)
Auftragswerk
Uraufführung


Arvo Pärt (*1935)
Cantus in Memoriam Benjamin Britten (1977


PAUSE


Edmund Finnis (*1984)
aus: Streichquartett Nr. 1 «Aloysius» (2018)
IV. Hymn (after Byrd)
arr. für Streichorchester von Edmund Finnis (2023)


Caroline Shaw (*1982)
To the Hands (2016)
für Stimmen und Streicher


Wojciech Kilar (1932–2013)
Orawa (1986)
für Streichorchester
 


Musizierende
Vokalensemble: tempo d’affetto
Violine: Daniel Dodds, Eoin Ducrot, Joanne Green, Miriam Helms Ålien, Gwendolyn Masin
Viola: Martin Moriarty, Julia Wawrowska
Violoncello: Nil Kocamangil, Alfredo Ferre Martínez, Chiara Samatanga
Kontrabass: Lina Humbel
Perkussion: Zoi Argyriou


Programmänderungen vorbehalten


Tickets ab August
Tickets: CHF 65.–/45.–
Schüler:innen/Studierende/Lehrlinge/KulturLegi: CHF 15.–
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener: CHF 5.–
Kinder im Vorschulalter in Begleitung Erwachsener: CHF 0.–