GAIA 2025
Künstler:innen
Anna-Liisa Bezrodny
Violine
Anna-Liisa Bezrodny begann ihr Studium als Neunjährige bei ihren Eltern an der Sibelius Academy (Finnland) und setzte es später in London fort. Dort gewann sie 2006 die Goldmedaille der Guildhall School of Music and Drama, neben weiteren Auszeichnungen und Wettbewerbspreisen. Als Solistin tritt sie mit Dirigenten wie Paavo Järvi und Okko Kamu in weltberühmten Konzertsälen auf und ihre Aufnahmen wurden sogar im Radio und Fernsehen ausgestrahlt. Darüber hinaus unterrichtete sie u.a. an der Musikhochschule Karlsruhe oder der Guildhall School sowie an Meisterklassen in Norwegen und Brasilien. Seit 2023 ist sie Artistic Director des Kammermusikfestivals Tallinn und der Estonian Sinfonietta. Sie spielt auf einer Amati-Violine, die ihr von der Finnish Cultural Foundation zur Verfügung gestellt wird.
Nicolas Dautricourt
Violine
Nicolas Dautricourt – wo hat er eigentlich noch nicht gespielt? Von Amerika bis Japan reist er regelmässig, um dort mit weltbekannten Orchestern aufzutreten. Er studierte in Paris und gewann Preise bei internationalen Wettbewerben in Serbien, Italien und Polen. Zu Frankreich hat er eine besondere Verbindung als Artistic Director des Festivals Accords de Cassis. Darüber hinaus ist er Mitglied des Ensembles Midvest in Dänemark. Seine stets treue Begleitung: Die Violine «Château Pape-Clément» von Antonio Stradivari (1704), zur Verfügung gestellt von Bernard Magrez.
Jesper Gasseling
Violine
Im malerischen Hergiswil am Vierwaldstättersee gibt es ein Kammermusikfestival – das Festival SEEKLANG. Gegründet wurde es 2017 vom jungen, aufstrebenden Geiger Jesper Gasseling. Der Kammermusiker und Solist begann seine Karriere im Talentprogramm der Hochschule Luzern und studierte anschliessend ebendort, bevor er in London das Solisten-Examen mit Auszeichnung bestand. Er gewann den J. Barbirolli Streichquartett-Wettbewerb und J. Byram Jeejibhoy Preis in London und war Stipendiat der Concordia Music Foundation. 2022 setzte er seine Ausbildung bei Rudolf Koelman in Zürich fort.
László G. Horváth
Violine
Die «Seele der Musik» hat für László G. Horváth eine besondere Bedeutung: 2010 gründete er das Anima Musicae Kammerorchester mit Studierenden der Budapester Musikakademie. Seither hat das Ensemble zahlreiche internationale Preise gewonnen und tritt in den renommiertesten Sälen Europas u.a. zusammen mit Ferenc Rados oder Kristóf Baráti auf. László begann als Fünfjähriger Violine zu spielen und gewann schon bald nationale Preise und Stipendien. Er studierte in Budapest, gründete das dortige Quartet Weekend und gab 2024 sein Doktorats-Abschlusskonzert, indem er als Solist und Leiter des Orchesters auf der Bühne stand.
Gareth Lubbe
Violine und Viola
Gareth Lubbe kennt die Musik aus vielen Perspektiven – als Geiger und Bratschist, als Pianist, Dirigent, Komponist oder als Obertonsänger. Er wuchs in Johannesburg (Südafrika) auf und studierte in Deutschland. Im Gewandhaus Orchester Leipzig unter Riccardo Chailly wirkte er als Solobratschist und wurde anschliessend Professor für Viola an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Auch tritt er regelmässig als Solist und Kammermusiker auf, u. a. mit Janine Jansen, Pinchas Zukerman und Dame Evelyn Glennie. Als Solist spielte er u. a. mit dem MET Orchestra in der Carnegie Hall und dem Deutschen Symphonie-Orchester in der Berliner Philharmonie. Neben seiner Tätigkeit als Instrumentalist performt er als Obertonsänger und unterrichtet diese Technik weltweit, u. a. an der Juilliard School. Zahlreiche Werke wurden für seine Stimme komponiert. Seine Verbindung zu Südafrika hält er als Vorstandsmitglied des Vereins H.E.A.R.T. und als internationaler Botschafter des sozialen Kulturprojekts «Denis Goldberg House of Hope» in Kapstadt aufrecht.
Gwendolyn Masin
Violine und künstlerische Leiterin
Gwendolyn Masin findet unermüdlich neue Wege, Musik zugänglich zu machen und zu vermitteln: Als Geigerin, Musikologin, Pädagogin, Autorin, künstlerische Leiterin oder Dirigentin. Ihr liegt viel daran zeitgenössische Musik zu fördern, weshalb sie regelmässig Auftragswerke vergibt und uraufführt. Ihr Violinstudium in London, Bern, Zürich und Lübeck schloss sie mit Bestnoten ab und erlangte 2012 den Doktortitel am Trinity College. Ihre Karriere führt sie quer durch vier Kontinente, wo sie als Solistin mit renommierten Orchestern auftritt. Kürzlich wurde sie als Body Mapping-Ausbildnerin lizensiert und ist damit die Erste mit diesem Titel in der Schweiz.
Martin Moriarty
Viola
Jung, irisch, zeitgenössisch – das ist Martin Moriarty. Der Bratschist erhielt seinen ersten Unterricht von Gwendolyn Masins Eltern und schloss vor kurzem sein Studium in Zürich mit Lawrence Power ab. Aufgrund seiner Leidenschaft für zeitgenössische Musik konnte er u.a. bereits mit Garth Knox zusammenarbeiten und spielte die tschechische Premiere von James MacMillans Bratschenkonzert. Bekannte Festivals wie jenes in Verbier, Krzyzowa und IMS Prussia Cove luden ihn ein. Martin Moriarty unterrichtet an Meisterklassen in Irland und assistierte u.a. Adrian Brendel und Hartmut Rohde an dem von Gwendolyn Masin gegründeten NCH International Master Course.
Ivan Vukčević
Viola
Geboren in Montenegro, aufgewachsen in Australien, international bei Festivals zu hören und seit 2002 Solo-Bratschist beim Orchestra della Svizzera Italiana – Ivan Vukčević ist ein wahrer Kosmopolit. Er erhielt ein Diplom in Performance und Musikwissenschaft an der University of Western Australia und studierte bei Johannes Eskaer und Alberto Lysy an der International Menuhin Music Academy in der Schweiz. Dort wirkt er seit 2012 selbst als Professor für Viola. Als Gründungsmitglied des Quartetto Energie Nove in Lugano spielte er zahlreiche von Kritikern gelobte Aufnahmen ein und seit 2017 leitet er das Mediterranean Notes Music Festival in Montenegro. Darüber hinaus produzierte er als Artistic Director das Werk Zarqa al Yamama, die allererste Oper in arabischer Sprache. Ivan Vukčević spielt auf einer Viola von C. F. Landolfi (1753).
Alfredo Ferre Martínez
Violoncello
Der spanische Cellist und Komponist Alfredo Ferre Martínez verbindet eine internationale Karriere als Solist und Kammermusiker mit einer unverwechselbaren kreativen Stimme, die in Präsenz und Meditation verwurzelt ist. Als Erstpreisträger des A.-Janigro-Cellowettbewerbs in Zagreb und Firmenich-Preisträger des Verbier Festivals trat er u. a. im KKL Luzern, im Auditorio Nacional de Madrid und im Teatro La Fenice in Venedig auf. Seit einigen Jahren erforscht er in verschiedenen Projekten die Schnittstelle zwischen klassischer Tradition, Elektronik und meditativen Klängen. Im Rahmen dessen trat er beim Verbier Festival, im Theater im Hof und beim Septembre Musical Festival in Montreux auf.
Attila Kónya
Violoncello
Schon als Kind lehrte Attila Kónyas Mutter, selbst Flötistin, ihn die Musik zu lieben. Mit neun Jahren begann er das Cellospiel und studierte später Cello und Komposition in Budapest. Bei internationalen Wettbewerben verzeichnet er grossartige Erfolge: 2011 gewann er den Janos Starker Cellowettbewerb in Ungarn und damit verbunden einen Sommerkurs an der Indiana University in den USA, 2013 erhielt er den zweiten Preis beim Popper-Wettbewerb. Seit 2012 ist er wiederholt beim Tiberius Festival in Rumänien eingeladen. Er tritt regelmässig als Kammermusiker auf und ist derzeit Solocellist des Anima Musicae Kammerorchesters.
Samuel Niederhauser
Violoncello
Seit 2022 ist Samuel Niederhauser Solocellist des Luzerner Sinfonieorchesters. Der in Bern geborene Musiker studierte bei Thomas Grossenbacher in Zürich und Thomas Demenga in Basel. 2023 schloss er den Solistenmaster ab und gewann den 3. Preis der International Paulo Cello Competition in Helsinki. Bereits in den Jahren davor wurde er mit dem «Guy Fallot Prize» des Concours de Genève, dem «Göhner Musikpreis» sowie als Laureat der renommierten Queen Elisabeth Competition in Brüssel ausgezeichnet. Regelmässig tritt er als Solist und Kammermusiker auf, u.a. mit dem Gstaad Menuhin Festivalorchester, der Royal Northern Sinfonia (Newcastle), dem Basler Sinfonieorchester und bei Festivals im In- und Ausland.
Martina Schucan
Violoncello
Erst 14 Jahre alt war Martina Schucan als sie in die Meisterklasse von André Navarra in Detmold aufgenommen wurde. Später studierte sie bei Heinrich Schiff, Daniel Shafran und Janos Starker und gewann den ersten Preis des Gaspar Cassadò-Wettbewerbs in Florenz. Damit war der Grundstein für ihre internationale Karriere gelegt. Heute tritt sie als Solistin mit Orchestern wie dem Metropolitan Orchestra Tokyo oder dem Tonhalle Orchester Zürich auf und ist bei Festivals im In- und Ausland zu hören. Zu ihren Kammermusikpartner:innen zählen u.a. Yuri Bashmet, Heinz Holliger und György Kurtág. Insbesondere zeitgenössische Werke liegen ihr am Herzen – diese Leidenschaft für das Neue ist in ihren erfolgreichen Interpretationen zu spüren. Martina ist Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste.
Jordi Carrasco Hjelm
Kontrabass
Der schwedische Kontrabassist Jordi Carrasco Hjelm arbeitet als Kammermusiker und Improvisator. Er lebt in den Niederlanden, wo er Mitglied des Schönberg Ensembles ist – diese Kammermusikformation gilt als führend im Bereich zeitgenössischer Musik und kooperiert mit Komponist:innen aus aller Welt, deren Werke sie auf ihrer Heimatbühne, Muziekgebouw aan’t IJ, in Amsterdam aufführt. Darüber hinaus ist Jordi Gründungsmitglied des O/Modernt Chamber Orchestras unter der Leitung von Hugo Ticciati, das Musiker aus ganz Europa vereint und regelmässig in der Wigmore Hall in London auftritt. Dort war das Orchester 2024 Ensemble in Residence – doch auch an weiteren Festivals Europas sind sie häufig zu hören.
Luis Magalhães
Klavier
Das 2025 erschienene Soloalbum des Portugiesen Luis Magalhães zeichnet sich durch seine poetische und brillante Interpretation aus. Der Solist und Kammermusiker tritt zusammen mit renommierten Künstler:innen in Europa, Asien, Afrika und den USA auf und über sein beeindruckendes Spiel wurde u.a. bereits im Gramophone oder American Record Guide berichtet. Er war Artist in Residence des Theatro Circo (Portugal), ist Yamaha International Artist, Mitbegründer des südafrikanischen Stellenbosch International Chamber Music Festivals und lehrte auch an der dortigen Universität. Darüber hinaus ist er als Mitbegründer und künstlerischer Leiter des digital-native Labels Catalyst.Music, das klassische Musik im Streamingzeitalter neu definiert, tätig.
Caspar Vos
Klavier
In der Saison 2024/25 war der Pianist Caspar Vos Artist in Residence des Edesche Konzertsaals in den Niederlanden. Doch nicht nur als Kammermusiker und Solist gestaltet er die Konzertprogramme mit, seit 2021 ist er auch als künstlerischer Leiter des Schiermonnikoog Festivals tätig. Dabei engagiert er sich insbesondere für die Förderung junger Musiker:innen. Seine eigene Karriere begann er am Artez-Konservatorium, studierte anschliessend in Amsterdam und erlangte seinen Abschluss mit höchster Auszeichnung. Auch zahlreiche Wettbewerbserfolge bestätigen sein hervorragendes Klavierspiel.
Kaspar Zehnder
Flöte
Mit Flöte und Taktstock ausgestattet reist Kaspar Zehnder durch die Musikwelt. 2007 gab er sein Debüt als Dirigent an der Mailänder Scala und leitet seitdem führende Orchester in ganz Europa – zurzeit ist er Chefdirigent der Philharmonie Hradec Králové in Tschechien. Fern der grossen Orchester tritt er als Flötist in Kammermusikformationen auf, u.a. mit dem Ensemble «mit vier», dem Ensemble Paul Klee oder mit seiner Frau Ana Oltean. An der Hochschule der Künste Bern studierte er Flöte, Klavier, Dirigieren und Musiktheorie und entdeckte schon früh sein Interesse für Neue Musik und Vermittlung.
Moritz Roelcke
Klarinette
Wer im Schweizer Kinofilm Wolkenbruchs wunderliche Reise auf die Musik achtet, kann den Klarinettisten Moritz Roelcke spielen hören. Er ist Teil einer Zürcher Klezmerband und tritt kammermusikalisch mit dem Chaarts-Ensemble und dem Ensemble Isabelle Faust & Friends auf. 2023 gewann er mit dem Ensemble Astera den Carl-Nielsen-Wettbewerb (Kopenhagen). Solistisch spielte er u.a. bereits mit den Karlsruher Philharmonikern und arbeitete als Soloklarinettist mit dem Tonhalle Orchester Zürich sowie mit Orchestern in Paris oder Liverpool. Seine Studienzeit verbrachte er in Zürich und Lausanne.
Alexander Boldachev
Harfe
Alexander Boldachev als «Polystilist» zu beschreiben bringt wohl am ehesten seine vielfältigen musikalischen Aktivitäten auf den Punkt. Er studierte Harfe, Komposition und Dirigieren in Zürich und spielt Klassik genauso wie Rock-Covers. Das spiegelt sich auch in den Lokalitäten seiner Auftritte wieder: vom Bolschoi Theater über die Carnegie Hall reichen sie bis zur Eröffnung der FIFA Fussball WM. Über 20 Wettbewerbspreise erhielt er als Harfenist und Komponist und er wurde von führenden Musikakademien wie der Juilliard School eingeladen, sein Wissen an junge Musiker:innen weiterzugeben.
Jorge Villoslada Durán
Komponist
Jorge Villoslada Durán lässt in seinen Kompositionen verschiedene Disziplinen und Medien miteinander interagieren. Auch in seiner Ausbildung verband er Komposition und Kunstgeschichte: ersteres studierte er an der Hochschule der Künste Bern und der Anton Bruckner Universität Linz, letzteres an der Complutense Universität Madrid. Mit renommierten internationalen Ensembles realisiert er interdisziplinäre und transmediale Werke und partizipierte an Festivals wie Wien Modern, dem Limina Festival, den Darmstädter Ferienkursen und dem Brucknerfest, wo er von Komponisten wie Cathy van Eck, Simon Steen-Andersen und Carola Bauckholt unterrichtet wurde. www.jorgevilloslada.com
Stefan Kurt
Erzähler
In Opernhäusern, auf Theaterbühnen oder auf der Kinoleinwand fühlt sich Stefan Kurt zu Hause. Dabei verkörpert er Rollen von «Mackie Messer» in der Dreigroschenoper bis zu «Papa Moll» im gleichnamigen Familienfilm. Für letzteren wurde er 2018 für den Swiss Film Award als Best Actor nominiert. Nachdem er die Ausbildung zum Primarlehrer abgeschlossen hatte, studierte er am Konservatorium für Musik und Theater Bern und trat schon bald am Thalia Theater in Hamburg auf. 1993 spielte er erstmals in einem Film. Seit 2006 betätigt er sich überdies als Fotograf und bildender Künstler.



















